Jan 27

Pedelecs verändern schon seit mehreren Jahren den Mobilitätsmarkt: Nie war es leichter, mit dem Zweirad Steigungen und lange Strecken zurückzulegen. Doch so gut sich das Rad fährt, so schwer war es unterzubringen. Denn Pedelecs und E-Bikes sind teuer und werden daher gerne geklaut. Außerdem brauchen sie nach einer langen Tour Strom.

Das Entwicklungsteam rechts (Sven Haybach, Sascha Hoffeld, Kristof Mehlich) bei der Vorstellung. Bild © Ernesto Ruge.

Der Prototyp und sein Entwicklungsteam  (rechts: Sven Haybach, Sascha Hoffeld, Kristof Mehlich) bei der Vorstellung. Bild © Ernesto Ruge.

Im Rahmen der Weiterbildung zum „Staatlich geprüften Techniker“ hat ein Projektgruppe der Technischen Beruflichen Schule 1 dazu nun die Antwort entwickelt. Der Prototyp der Pedelec- und E-Bike-Ladestation bietet eine sichere Möglichkeit, sein Zweirad abzustellen und zu laden. Doch die Station kann noch mehr: sie wird im Endausbau transportabel und energieautonom sein.

Die Ladekabine

Das Rad wird in einer Stahlkabine mit Schließmechanismus verstaut. Die üblichen Tricks der Fahrraddiebe versagen hier schlicht deshalb, weil ein Dieb rein physisch nicht mehr an das Rad herankommt und so die üblichen Methoden wie z.B. die Überwindung der Fahrradschlösser mit Sprays  wirkungslos werden. Auch gegen Vandalismus ist die Kabine alleine schon durch die Materialwahl geschützt, ebenso wie gegen Feuer (z.B. durch Pedelec-Ladegeräte mit Fehlfunktion).

In der Kabine befindet sich eine Kippvorrichtung, mit welcher die Station feststellen kann, ob ein Fahrrad hereingestellt wurde. Zusätzlich gibt es eine durch einen Bewegungsmelder ausgelöste LED-Beleuchtung.

Die Kippvorrichtung stellt fest, ob ein Rad in der Kabine ist. Bild © Ernesto Ruge.

Die Kippvorrichtung stellt fest, ob ein Rad in der Kabine ist. Bild © Ernesto Ruge.

Ziel der Projektarbeit war Konstruktion und Fertigung einer einzelnen Kabine mit der für das ganze System erforderlichen elektronischen Zugangsberechtigung, vollständig ausgebaut können 6 Räder untergebracht werden. Zusammen ergibt dies einen Container etwa in der Größe eines Seecontainers. Genau einen solchen möchte man im Endausbau auch verwenden, so dass die Ladestation transportabel wäre. Man könnte so zum Beispiel auf Veranstaltungen wie dem Fahrradsommer der Industriekultur oder sogar dem Zeltfestival Ruhr für bessere Mobilität sorgen.

Die Energieversorgung

Auf dem Dach des Containers wird eine Photovoltaik-Anlage mit 2,1 kW Peak installiert, die zusammen mit Pufferbatterien (eine noch nicht ausgeählte industrielle, zyklenfeste OPzV-Batterie) und Wechselrichtern für eine netzunabhängige Stromversorgung der Ladestation sorgt. Zusätzlich wird ein Netzanschluss für Stromversorgung in den Fällen sorgen, wo die Solaranlage nicht ausreicht.

Verschiedene Solarmodule wurden getestet. Bild © Sven Haybach.

Verschiedene Solarmodule wurden getestet. Bild © Sven Haybach.

 

Die Solarflächen werden dabei in Ost-West Ausrichtung positioniert, damit die Anlage zu jeder Tageszeit möglichst viel Strom für die Räder bereitgestellt bekommt.

In den Kabinen wird Strom über eine Schuko-Steckdose bereitgestellt. Das Ladegerät muss der Radbesitzer selbst mitbringen – dies ist bis heute die praktikabelste Methode, da es leider (noch) keinen allgemein anerkannten Ladekabel-Standard gibt.

Der Zugang

Das Zugangssystem basiert auf den Erfahrungen mit der TBS1-Elektroauto-Ladestation. Zentrale Steuereinheit ist ein Raspberry Pi, welcher über seine vielen Ein- und Ausgänge Sensoren, Display, GSM Stick und Tastatur integriert. Das 7 Zoll Display führt den Nutzer durch den Anmeldevorgang, die Interaktion erfolgt über die Tastatur.

Die Bedienung erfolgt über eine Tastatur und ein 7'' Display. Bild © Ernesto Ruge.

Die Bedienung erfolgt über eine Tastatur und ein 7” Display. Bild © Ernesto Ruge.

Die Authentifizierung erfolgt über eine hinterlegte Handynummer per Anruf oder durch eine zuvor hinterlegte PIN. Anfangs wird die Nutzung nur für Mitglieder des TBS1-Fördervereins möglich sein.

Der Raspberry Pi ist mit dem Betriebssystem Raspbian und einer von der Projektgruppe speziell für die Pedelec-Ladestationin der Programmiersprache Python entwickelte Software ausgestattet. Der Raspberry kostet trotz umfangreicher Funktionalität nur 30 Euro, so dass diese Plattform entsprechenden Industrieanlagensteuerungen vorgezogen wurde.

Die zentrale Steuereinheit: der Raspberry Pi (mittig). Bild: Ernesto Ruge.

Die zentrale Steuereinheit: der Raspberry Pi (mittig). Bild: Ernesto Ruge.

Weitere Informationen kann man auf der Projekt-Homepage abrufen. e:motion hat sich das Projekt einmal genauer angeschaut und ein kleines Video gedreht.

Jan 22

Vor 5 Jahren, am 2.2.2010, wurde der Verein ruhrmobil-E gegründet. Deswegen wollen wir uns am gleichen Datum und Ort Gedanken darüber machen, wie Elektromobilität in 5 Jahren aussehen sollte – und was wir jetzt tun müssen, um dorthin zu kommen.

Was? ruhrmobil-E Zukunftsworkshop
Wann? 2. Februar 2015, 18 bis 21 Uhr
Wo? Stadtwerke Bochum, Ostring 28, 44787 Bochum

Während die öffentliche Feier im März zusammen mit der Mitgliederversammlung stattfinden wird, werden wir uns am 2.2. Gedanken über die Zukunft machen. Dabei soll es ganz praktisch vorgehen: neben der Entwicklung einer Vision wollen wir auch ganz konkret die nächsten Schritte besprechen. Das beinhaltet auch die Betrachtung von den aktuellen Förderprojekten: Was sollten wir jetzt öffentlich fördern, damit wir in fünf Jahren viel mehr umweltfreundliche Elektromobilität haben? Aber auch: Welche Veranstaltungen sollen wir machen?

Akteure aus der weiteren Nachbarschaft sind herzlich eingeladen, ebenfalls teiltzunehmen. Elektromobilität macht nur gemeinsam Sinn, man möchte ja nicht nur in der eigenen Stadt fahren – und auch die Umsetzung von Projekten und Events ist gemeinsam einfach besser.

Eine Anmeldung unter info {at} ruhrmobil-e(.)de ist wünschenswert. Wir freuen uns auf viele Teilnehmer!

Jan 07

Ein frohes neues elektromobiles Jahr wünschen wir! Wie angekündigt geht es am 12.1.2015 los mit:

Was? ruhrmobil-E Januar-Netzwerksitzung
Wann? Montag, der 12.1.2015, 18:00 bis 20:00 Uhr
Wo? Wirtschaftsförderung Bochum, Viktoriastraße 10, 44787 Bochum

Inhaltlich wird um Sicherheit und Datenschutz bei der Ladeinfrastuktur gehen. Dabei wird Tilman Frosch vom Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit einen Einblick in Verfahren geben, welche Sicherheitsprobleme es zur Zeit gibt und wie man diese Probleme lösen könnte.

Außerdem werden wir einen kurzen Blick auf die EFRE Förderungen werfen. Wir arbeiten zur Zeit verschiedene Ideen aus, interessierte Unternehmen können sich auch gerne direkt bei mir – ernesto.ruge {at} ruhrmobil-e(.)de – melden; Es wird dazu auch noch eine (weitere) gesonderte Planungssitzung geben.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Für den Terminkalender: wir werden dieses Jahr wieder den ersten Montag im Monat als Tag für unsere Netzwerksitzung nehmen. Im Januar haben wir den 2. Montag aufgrund der Ferien gewählt. Die Februar-Sitzung ist somit am Montag, den 2.2.2015.

Dez 22

Fröhliche Weihnachten

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Weihnachtskarte Katja Nikolic

Dez 22

Frohe Weihnachten

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Weihnachtskarte ruhrmobil-E