Nov 20

Am vergangenen Mittwoch, dem 12.11.14, fand die ECOMOBIL in Offenburg statt. Neben Ausstellern aus verschiedenen Mobilitätsbereichen fanden auch Workshops statt, u.a. auch zum Thema „Erstellung von Strategien zur Umsetzung von Elektromobilität in Kommunen“. Denn letztlich hat Elektromobilität sehr viele Facetten, und mit den richtigen Strategien können Kommunen die Kompetenzen zusammenbringen und kommunal Vorteile sowohl für ihre Wirtschaft als auch für ihre Bürgerinnen und Bürger erreichen. Dies spiegelte sich auch in den Teilnehmern wieder: Zu den Teilnehmern zählten im Schwerpunkt Vertreter aus Kommunen, kommunalen Unternehmen, Stadtwerken und der Hochschule Offenburg.

Das Lastenfahrrad von e-cargo stieß beim SWR auf Zuspruch. Photo © Dirk Fromme.

Das Lastenfahrrad von e-cargo stieß beim SWR auf Zuspruch. Photo © Dirk Fromme.

Am Workshop angeschlossen war eine Präsentation von Elektrofahrzeugen, welche den Besuchern zur Nutzung auf dem Messegelände zur Verfügung standen. Unser Mitglied Adventus Unternehmensberatung war mit seinem Projekt e-cargo Teil der Ausstellung. Neben der örtlichen Presse hatte sich ein Team des SWR Radios insbesondere für das Elektro-Lastenfahrrad interessiert und dieses in der Offenburger Innenstadt präsentiert und ausprobiert.

Nov 18

Unsere Fahrradumbau-Gruppe unter der Leitung der Junior-Akademie der Matthias-Claudius-Schule hat einmal mehr vier Räder zu Pedelecs umgebaut. Mittlerweile ist das Team derart eingespielt, dass am vergangenen Samstag bereits um 14 Uhr alle Räder zu Pedelecs umgebaut waren – und man nebenbei sogar noch Zeit für Mittagessen und Probefahrten hatte.

Die Batterie sorgt beim Pedelec für die nötige Energie. Photo © Stefan Wentzel.

Die Batterie sorgt beim Pedelec für die nötige Energie. Photo © Stefan Wentzel.

Somit fahren dank des Engagements der MCS wieder fünf weitere Elektromobile auf Bochums Straßen. Und wie üblich war unser Mitglied Jewo Batterietechnik ebenfalls mit beteiligt, kümmerte sich um Beschaffung der Teile und half beim Umbau.

Nov 12
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NRW-Klimaschutzmanager Johannes Remmel © Katja Nikolic

Die diesjährige Jahrestagung des Netzwerks Kraftstoffe und Antriebe der Zukunft am 4. November 2014 fand unter dem Motto „Mobilität im Wandel 2014“ statt. Sie wurde von
der EnergieRegion.NRW und dem Ministerium für Klimaschutz in NRW initiiert und vom NRW-Klimaschutzmanager Johannes Remmel eröffnet. Dr. Frank Köster von der EnergieAgentur.NRW führte das zahlreiche Fachpublikum durch ein breitgefächertes Programm. Das Thema Elektromobilität wurde durch mehrere Vorträge thematisiert.

Dr. Jörg Adolf von der Shell Deutschland GmbH stellte die aktuelle Studie von Shell vor. Er gab einen Einblick in die PKW-Nutzung bis 2040, bei der überwiegend Männer ab 35 Jahren (Alter ansteigend) motorisiert sind. Die PKW-Nutzung, der Bestand und die Fahrleistung sinken aber in allen Altersgruppen. Nach dem PKW-Peak in den 2020er Jahren wird die Zahl der PKWs langsam zurückgehen und der Kraftstoff-Verbrauch wird sich um die Hälfte reduzieren bis 2040. Bei möglichst wenig Annahmen in der Studie wurde festgestellt, daß alternative Antriebe in der Wichtigkeit und in der Vielfalt zunehmen werden. Der PKW bleibt dabei das wichtigste Verkehrsmittel bis 2040. Dr. Ulrich Balfanz von der BP Europa SE kam in seinem Vortrag zu ähnlichen Ergebnissen: Bei der Untersuchung bis 2030 wird der Verbrauch von Öl zurückgehen (vor allem in den OECD-Ländern), von Gas und Erneuerbaren Energien steigen. Der Energieverbrauch wird sich erhöhen, wobei CO2-Einsparungen immer wichtiger werden. bp prognostiziert jedoch, daß auch in Zukunft vor allem Benzin und Diesel, bei fortschrittlicher Fahrzeugtechnik und günstigem Preis, die Hauptrolle spielen. Alternative Kraftstoffe und Antriebsenergien sieht bp eher als zweitrangig.

Dr. Georg Schmitt von der BMW Group polarisierte mit seinem Vortrag über das Forschungsvorhaben SLAM. Die Automobilhersteller BMW, Daimler, Porsche und VW, der Deutsche Genossenschaftsverlag (DG), das Energieversorgungsunternehmen EnBW, die Universität Stuttgart und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) wollen damit den Aufbau eines bundesweiten Schnellladenetzes voranbringen. Auf die Frage eines Teilnehmers, ob eine nachträgliche Aufrüstung mit CHAdeMO möglich sei, antwortete Dr. Schmitt: „Nein, im Rahmen des BMWi werden andere Ladezugänge nicht bezuschusst.“ Eine weitere Erklärung blieb er den interessierten Zuhörern schuldig. Dafür lieferte Dr. Bernd Steingrobe vom Projektträger ETN/Technologiezentrum Jülich im Anschluss detaillierte Einblicke in die Leitmarktwettbewerbe der Landesregierung in NRW. Besonders der am 17. November startende Wettbewerb „Energie & Umweltwirtschaft“ sowie der im April 2015 kommende Wettbewerb „Mobilität & Logistik“ sprach er an. Es handelt sich hier um eine Struktur- und Regionalförderung im Rahmen des NRW/EU-Programms „Wachstum und Beschäftigung 2014-2020 (OP EFRE NRW)“. Durch eine entsprechende Förderung können in NRW zukunftsweisende Ideen umgesetzt und die Elektromobiltiät gefördert werden. Doch diese benötigt auch erleichternde, gesetzliche Rahmenbedingungen. Dr. Veit Steinle vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) versprach in seinem Vortag ein neues, überarbeitetes EmoG-Gesetz. Doch bei den vielfältigen Themenvorträgen dieses Tages wurde nicht nur auf Fakten Wert gelegt, sondern auch auf das Design: Stefan Krey von Tesla Düsseldorf ließ mit seinem Vortrag und die Aussicht auf ein neues Fahrzeug die Herzen höher schlagen: „ 730 PS, 930 Nm – das Modell „SP85D“.  Aber auch die Idee des „NRW Cars“, welches von Prof. Dr. Heike Proff (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Kurt Mehnert (Folkwang Universität der Künste) aufgrund von Kundenwünschen entwickelt wurde, konnte sich sehen lassen. Der Vortrag von Jens Ohlemeyer von der Klimawoche Bielefeld e.V. zu seiner Rallye und Roadshow für Elektrofahrzeuge hatte auch eine besonders mitreißende Wirkung auf die Teilnehmer der Jahrestagung. Er gab einen Ausblick auf die diesjährige „E-Cross Germany-Tour“, gemeinsam mit der Klimawoche Bielefeld. In diesem Sinne wünscht ruhrmobil-E viel Erfolg und weiterhin gute Fahrt!

Nov 11

Bei seinem eigenen Fahrzeug kennt man das Phänomen: je mehr man zu einem Bleifuß neigt, desto mehr Sprit oder Strom verbraucht man. Das gilt natürlich auch für den Öffentlichen Personennahverkehr, denn auch Busse verbrauchen mehr Diesel, wenn man stark beschleunigt und abrupt abbremst.

Moderne Fahrzeuge geben daher eine Rückmeldung, wie optimierungsbedürftig die eigene Fahrweise ist. Gerade bei Elektrofahrzeugen sind derartige Anzeigen verbreitet, schließlich bedeutet eine defensive Fahrweise schlicht und ergreifend mehr Reichweite. Doch auch für ein Unternehmen lohnt sich eine defensive Fahrweise. In den Bussen der Bogestra wurde nun ein derartiges Rückmeldesystem nachgerüstet, mit dem der Fahrer kontrollieren kann, wie effektiv er fährt. Die Bogestra möchte damit gleich vier Ziele erreichen:

  • Kostenersparnis, indem selbst bei konservativen Rechnungen 5 % = 400.000 l Diesel / Jahr = 400.000 € eingespart werden.
  • Kundenzufriedenheit, da geringere Beschleunigungen / Bremsungen gerade älteren Personen helfen
  • Verringerte CO2-Emission, da weniger Diesel verbrannt werden muss
  • Entspanntere Fahrer, da eine aggressive Fahrweise letztlich auch wieder auf den Fahrer zurückfällt.

Verbunden wird das Rückmeldesystem mit einem Wettbewerb, bei dem bessere Fahrweise zu finanziellen Boni führt. Die Hälfte der Einsparungen kommen so den Fahrern zu Gute. Es scheint mittlerweile regelrechte Wettbewerbe zu geben, wer am spritsparensten fährt und so die zusätzliche Prämie am Ende des Jahres einstreichen kann.

e4Motion hat sich das System einmal genauer angeschaut:

Nov 07

Das Team von E-Auto Bush lädt in ca. zwei Wochen zu einem Elektromobilitäts-Freizeit-Treffen ein:

Wann? Sonntag, der 23. November, 13 bis 16 Uhr – kommt gerne früher, es gibt bereits ab 7:30 Strom

Wo? Landgasthof Haarmühle, Beßlinghook 57, 48683 Ahaus-Alstätte

Elektromobilität und Freizeit – das passt zusammen. Fast auf der Grenze zum Elektromobilitätsland Niederlande liegt die historische Wassermühle „Haarmühle”, die noch heute läuft und neben Mehl auch Strom z.B. für Elektrofahrzeuge produziert. Gelegen ist die Mühle nahe einem wunderschönen Naturschutzgebiet. Neben Freizeitaktivitäten wie wandern, radfahren und bootfahren kann man z.B. auch die über 50 schottischen Hochlandrinder besuchen. Und selbst die Mühle kann man sich anschauen: bei genug Teilnehmern findet um 14:00 Uhr für 2,50 € / Person eine Führung mit anschließender Brotverkostung statt. Wer mehr Hunger hat: das Landgasthaus hat natürlich ebenfalls eine leckere Speisekarte.

Die Haarmühle im Betrieb. Bild gemeinfrei © Gouwenaar / Wikipedia.

Die Haarmühle im Betrieb. Bild gemeinfrei © Gouwenaar / Wikipedia.

Zur Organisation: insgesamt 300 kW Ladeleistung aus CEE- und SchuKo-Steckdosen stehen für Elektroautofahrer bereit. Adapter auf Typ2 müssten selbst mitgebracht werden, bringt also gerne mehrere Adapter mit. Die nächste CHAdeMO-Säule ist 30 km entfernt auf der niederländischen Seite, Zugang erfolgt über eine Ladenetz / The New Motion Karte. Um hinzukommen, lohnt sich für CHAdeMO Fahrzeuge zudem ein Zwischenstop in Bochum, dort gibt es eine frei zugängliche Säule an der GLS Bank.

Bitte meldet Euch mit dem Formular unten oder via Mail an elektro {at} smart(.)ms an, ganz besonders dann, wenn Ihr Euch für die Mühlenführung interessiert. Auf ein schönes E-Auto-Treffen!

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Anmerkungen